Jablonsky…. Alter!

Ea gibt Filme, die interessieren mich anfangs nicht und die „tollen“ Trailer locken mich schon länger nicht mehr in die Kinos – zu oft wurde ich in der Vergangenheit enttäuscht.

Manchmal wird mein Interesse für einen Film aber auf anderem Wege geweckt; dann nämlich, wenn mich die Musik dazu vom Hocker reißt. So geschehen beim Soundtrack von Steve Jablonsky zu Transformers: The Last Knight.

Der Streifen selbst wird erwartungsgemäß ohne Beisein von Hirn konsumierbar sein, aber ich glaub mit dem Score muss ich den Film einfach schauen 😛

Exemplarisch hier zwei Tracks die einfach mal zeigen: Jablonsky hat’s drauf!

Hans Zimmer Live

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Seit ich davon gehört habe, dass Hans Zimmer eine Tour – unter anderem durch Deutschland – plant, war ich Feuer und Flamme. Als der Kartenverkauf dann startete zögerte ich nicht lange und sicherte meiner Frau und mir die besten Plätze 😉

Die Ruhe vor dem Sturm. Es ging noch weiter vorne … aber nicht viel weiter 😉

Ich meine – hey das ist HANS ZIMMER!

Der eine oder andere wird sich fragen „Hans wer?“ … Aber jeder, der sich mit Filmmusik beschäftigt, wird zwangsläufig auf seinen Namen stoßen. Er schrieb die Musik zu so großen Werken wie Crimson Tide, The Rock, The Last Samurai, Gladiator, Der König der Löwen, Black Hawk Down, die Nolan-Batman-Trilogie, Interstellar, die Fluch der Karibik Filme, die Sherlock Holmes Filme (mit Robert Downey Jr.), uvm. Das erste was man von ihm aber kennen mag ist „Video killed the Radiostar“ von 1980 😛

Es passiert nicht oft, dass man jemandem, der durch sein Schaffen großen Einfluss auf mein Leben genommen hat, so nah sein kann. Ich bin normalerweise keiner, der total Fandom-verfallen irgendwelchen Bands oder Gruppen hinterherrennt … dachte ich 🙂 Bei Zimmer hab ich mich an diesem Abend in Berlin gefühlt, als wär ich wieder ein kleiner Junge – total begeistert und losgelöst von der Welt :o)

Das fing relativ harmlos an. Als wir unsere Plätze in der sich langsam füllenden Mercedes-Benz-Arena einnahmen, war zwar bereits etwas Vorfreude da, aber irgendwie war das ganze noch nicht so recht greifbar. Dann kam eine Durchsage, dass sich die Vorführung um ein paar Minuten verspäten würde und jetzt merkte ich: Hui … nochmal 10 Minuten?! Nein. Das muss jetzt losgehen … Die Aufregung war also gekommen 🙂

Und dann…

Hans Zimmer betrat die Bühne und die mittlerweile volle Halle tobte! Wer hätte gedacht, dass es so viele „Filmmusik-Verrückte“ da draußen gibt?! 😉 Früher wurde ich für meinen Musikgeschmack oft belächelt, aber hier waren zig-tausende Gleichgesinnte unter einem Dach und alle freuten sich, den Meister einmal persönlich lauschen zu dürfen.

Das ganze Orchester und Hans Zimmer mittendrin

Dieser lies sich nicht bitten und er begann mit einem Medley seiner bekannten Werke, u.a. Madagascar, Miss Daisy und ihr Chauffeur, Sherlock Holmes, etc. Bereits hier bekam man einen kurzen Eindruck davon, wie sich der Abend noch entwickeln könnte, denn die Musik war toll! Ich war schon in vielen Konzerten gewesen, bei denen die Musik von Zimmer und anderer Größen gespielt und teilweise „interpretiert“ wurde… meistens ging das zu Lasten der Qualität. Wenn etwas perfekt ist, kann man eben nicht einfach hier und da etwas ändern, nur weil man es ändern möchte, oder weil man nicht alle Instrumente zur Hand hat. Hier war es nun anders. Zimmer achtete besonders darauf, dass alles nach Zimmer klang und das ist ihm m.E. mit großem Erfolg gelungen!

Er hat dabei auch nicht an den Protagonisten gespart. Während am Anfang nur wenige Musiker auf der Bühne zu sehen waren, öffneten sich während des Medleys nach einander mehrere Vorhänge und plötzlich war da ein ganzes Orchester nebst Chor, das sein Publikum verzauberte.

Nicht nur das – während Zimmer durch den Abend führte (auf Deutsch :), nahm er auch Bezug auf bestimmte Protagonisten in seinem Orchester und unter anderem war da auch mal eben Nick Glennie-Smith mit dabei, eine weitere Filmmusik-Größe mit Arbeiten wie Wir waren Helden oder Der Mann in der Eisernen Maske auf der Referenzliste. Hammer!

Crimson Tide, Batman, Spiderman 2, Gladiator, Da Vinci Code, Interstellar, Der König der Löwen (mit den Original-Sängern von damals!) – ein auditiver Orgasmus nach dem anderen. Und die Musiker waren der Wahnsinn. Während viele ohne Noten zu spielen schienen und sich einfach – wie Zimmer auch – der Musik hingaben, gab es auch teilweise keine fixen Rollen im Orchester, sondern man erlebte plötzlich Musiker, die mal eben mit ganz anderen Instrumenten spielten oder sich mit bewundernswerter Gesangstimme in den Vordergrund hoben. Auch Hans Zimmer selber bewies sein Multitalent und war mal am Synthesizer, mal am Klavier oder mal an der Gitarre zu erleben.

Zimmer am Synthesizer

Ganz große(s) Kino(musik) also! 🙂

Leider dauert ein solcher Abend aber nicht ewig und so neigte sich das Konzert dann irgendwann auch seinem Ende. Die Massen waren begeistert und lockten Zimmer und sein Orchester durch begeisterten Beifall und Jubel für eine Zugabe auf die Bühne. Inception, inklusive „Time“ – großartig!!!

Hans Zimmer am Klavier – „Time“

Hans Zimmer in seinem Element

Danach war aber leider Schluss und man merkte auch relativ schnell, dass sowohl die Musiker, als auch das Publikum sich mittlerweile damit abgefunden zu haben scheinen, dass eine Zugabe obligatorisch ist und das es damit auch getan sei. Ich hätte da noch stundenlang stehen und den tollen klängen lauschen können, aber hier schien alles generalstabsmäßig geplant (der Abbau begann sofort nachdem die Bühne wieder frei war)… Schade :/

Aber man muss Zimmer zugute halten: 1.) er mag eigentlich keine Konzerte und 2.) er hat noch zig Termine vor sich.

Wer die Gelegenheit hat eines der noch folgenden Konzerte zu besuchen: Macht es! Es lohnt sich! (Eventuell habt Ihr auch das Glück eine Konzerthalle mit besserer Akustik als die Mercedes-Benz-Arena aufsuchen zu können – Die Bässe waren teilweise übersteuert und auch sonst gab es ab und an ein Knarzen)

Keine Ahnung wie lange die Videos online sein sollten, aber einen Eindruck über das was einen erwartet, könnt Ihr Euch hier abholen. Das Batman- und das Inception-Medley aus dem Wembley-Stadion:

Bitte Bitte Bitte bringt eine Tour-Blu-Ray raus. Bitte Hans Zimmer! Und danke für dieses tolle Erlebnis und Deine Musik insgesamt!!!

Der Marsianer

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Ok, es ist ein paar Tage her, aber ich habe endlich den „Marsianer“ – gespielt von Matt Damon – gesehen. Was für ein (toller) Film!

Wer die Story noch nicht kennt: Astronaut Mark Watney wird auf einer Mars-Mission fälschlich für tot gehalten und während die restliche Crew die Basis auf dem roten Planeten evakuiert, beginnt für Watney der Kampf ums Überleben.

Das mag auf den ersten Blick wie Robinson Crusoe im All klingen … ist es zu teilen auch, aber schon das Buch von Andy Weir ist mit so viel Witz, Spannung und wissenschaftlichem Sachverstand geschrieben, dass sich das sehen unbedingt lohnt (das lesen natürlich noch mehr).

Ridley Scott bleibt der Roman-Vorlage zum Glück überwiegend treu und so bin ich grundsätzlich happy. Aber: Ich glaube ich werde noch glücklicher sein, falls/wenn Scott einen Extended Cut heraus bringt, den er im Grunde schon angekündigt hat:

Warum? Nun, dem sorgfältigen Leser wird aufgefallen sein, dass ich „toller“ oben in Klammern gesetzt habe. Das hat den Grund, dass ich vor allem eines was das Buch für mich großartig machte, im Kino vermisste. Das Gefühl von „sch***e – der muss da draußen Monate und Jahre überbrücken!“. In der – immerhin – 2 Std. und 24 Minuten langen Originalfassung kommt für mich dieses Gefühl leider nicht ganz so deutlich rüber. Es gibt zwar immer wieder Einblendungen, die eine zeitliche Einordnung ermöglichen, aber das ändert nichts daran, dass manche Passagen die einem im Buch wirklich ein Gefühl von „der muss jetzt 50 Tage dies und jenes tun“ vermittelten, jetzt im Film wie „ich mach das mal eben schnell nach dem Frühstück“ wirken.

Alle, die das Buch nicht gelesen hatten und die ich gefragt hatte, kam das nicht so vor. Aber alle Buch-Leser hegen vermutlich die selbe Hoffnung wie ich auf eine verlängerte Version. Das Scott hier nochmal deutlich mehr aus einem Film herausholen kann, hat er in meinen Augen ja schon mit Königreich der Himmel bewiesen.

Ich kann nur hoffen das er auch was am Ende dreht … ich will nicht spoilern. Es funktioniert. Es ist nicht „deutlich“ anders als im Buch, aber es ist anderes und ich fand das Buch-Ende etwas … sagen wir … „authentischer“ oder weniger „hollywoodig“.

Ich bin in jedem Fall gespannt und freue mich schon auf den heimischen Kinoabend mit Freunden und Kollegen … der Streifen macht einfach Spaß. Am 18. Februar 2016 soll der Kinofilm als Kaufversion in den Regalen stehen … ob zeitgleich auch die erweiterte Fassung erscheint, weiß ich nicht… bezweifle es aber leider… „Warum nicht zweimal bei den Leuten abkassieren?!“.

Was man wohl unter anderem erwarten kann, sind Szenen wie diese… Herrlich 😛

Woran man sich – unabhängig vom Film – jetzt schon erfreuen kann: Der Soundtrack. Harry Gregson-Williams hat nicht alles, aber einiges anders gemacht, als in seinen bisherigen Werken. Ich mag vor allem „Emergency Launch“ und „See you In a Few“… schöne Musik 🙂

Wer mal reinhören und ggf. kaufen will: Hier der Link zu Amazon

Der Marsianer: Soundtrack

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Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich mich schon auf den Film freue! Nachdem ich das Buch gelesen habe, zähle ich die Tage zum Start von „Der Marsianer“ von Ridley Scott und mit Matt Damon.

Als Soundtrack-Fan bin ich natürlich auch gespannt auf den Score von Harry Gregson-Williams und dieser scheint nun bereits auf Napster verfügbar zu sein. Hört sich gut an, in der Preview :o)

Hier geht’s zu Napster