Der Marsianer

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Ok, es ist ein paar Tage her, aber ich habe endlich den „Marsianer“ – gespielt von Matt Damon – gesehen. Was für ein (toller) Film!

Wer die Story noch nicht kennt: Astronaut Mark Watney wird auf einer Mars-Mission fälschlich für tot gehalten und während die restliche Crew die Basis auf dem roten Planeten evakuiert, beginnt für Watney der Kampf ums Überleben.

Das mag auf den ersten Blick wie Robinson Crusoe im All klingen … ist es zu teilen auch, aber schon das Buch von Andy Weir ist mit so viel Witz, Spannung und wissenschaftlichem Sachverstand geschrieben, dass sich das sehen unbedingt lohnt (das lesen natürlich noch mehr).

Ridley Scott bleibt der Roman-Vorlage zum Glück überwiegend treu und so bin ich grundsätzlich happy. Aber: Ich glaube ich werde noch glücklicher sein, falls/wenn Scott einen Extended Cut heraus bringt, den er im Grunde schon angekündigt hat:

Warum? Nun, dem sorgfältigen Leser wird aufgefallen sein, dass ich „toller“ oben in Klammern gesetzt habe. Das hat den Grund, dass ich vor allem eines was das Buch für mich großartig machte, im Kino vermisste. Das Gefühl von „sch***e – der muss da draußen Monate und Jahre überbrücken!“. In der – immerhin – 2 Std. und 24 Minuten langen Originalfassung kommt für mich dieses Gefühl leider nicht ganz so deutlich rüber. Es gibt zwar immer wieder Einblendungen, die eine zeitliche Einordnung ermöglichen, aber das ändert nichts daran, dass manche Passagen die einem im Buch wirklich ein Gefühl von „der muss jetzt 50 Tage dies und jenes tun“ vermittelten, jetzt im Film wie „ich mach das mal eben schnell nach dem Frühstück“ wirken.

Alle, die das Buch nicht gelesen hatten und die ich gefragt hatte, kam das nicht so vor. Aber alle Buch-Leser hegen vermutlich die selbe Hoffnung wie ich auf eine verlängerte Version. Das Scott hier nochmal deutlich mehr aus einem Film herausholen kann, hat er in meinen Augen ja schon mit Königreich der Himmel bewiesen.

Ich kann nur hoffen das er auch was am Ende dreht … ich will nicht spoilern. Es funktioniert. Es ist nicht „deutlich“ anders als im Buch, aber es ist anderes und ich fand das Buch-Ende etwas … sagen wir … „authentischer“ oder weniger „hollywoodig“.

Ich bin in jedem Fall gespannt und freue mich schon auf den heimischen Kinoabend mit Freunden und Kollegen … der Streifen macht einfach Spaß. Am 18. Februar 2016 soll der Kinofilm als Kaufversion in den Regalen stehen … ob zeitgleich auch die erweiterte Fassung erscheint, weiß ich nicht… bezweifle es aber leider… „Warum nicht zweimal bei den Leuten abkassieren?!“.

Was man wohl unter anderem erwarten kann, sind Szenen wie diese… Herrlich 😛

Woran man sich – unabhängig vom Film – jetzt schon erfreuen kann: Der Soundtrack. Harry Gregson-Williams hat nicht alles, aber einiges anders gemacht, als in seinen bisherigen Werken. Ich mag vor allem „Emergency Launch“ und „See you In a Few“… schöne Musik 🙂

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